Community Service am 29.7.25: Starthilfe für Förderprojekte: Einführung in die Antragsstellung

BKMO – Community Service

29.7.25, 17-19 Uhr per Zoom Videocall

Starthilfe für Förderprojekte: Einführung in die Antragsstellung

mit Amir Alexander Fahim

Leitlinien, Förderlogiken und „Antragslyrik“ – all das steht häufig zwischen einer tollen Projektidee und der erfolgreichen Umsetzung mit Hilfe von staatlichen Fördergeldern.

Unser Workshop bietet eine erste, kompakte Einführung in die wichtigsten Do’s and Don’ts einer erfolgreichen Antragsstellung. Wir arbeiten so praxisnah und partizipativ wie möglich, greifen typische Fragen und Unsicherheiten auf und geben Raum, eigene Erfahrungen einzubringen.

Bitte meldet euch bei Interesse bis 24.7.25 per E-Mail bei Lan Rommel von der Geschäftsstelle an.

Community Service am 7.7.25: Wieviel Migrationsgesellschaft steckt in der neuen Bundesregierung?

BKMO – Community Service

7.7.25, 17-19 Uhr per Zoom Videocall

Wieviel Migrationsgesellschaft steckt in der neuen Bundesregierung?
mit den Verantwortlichen der teilnehmenden Fachauschüsse

Die neue Bundesregierung ist im Amt – und wir bei der BKMO fragen: Was bedeutet der Koalitionsvertrag für unsere Community? Welche Forderungen wurden gehört – und wo müssen wir weiter Druck machen? Wir wollen gemeinsam mit euch und einigen der BKMO-Fachausschüsse analysieren, diskutieren und die Weichen für unser weiteres politisches Handeln stellen. Eure Erfahrungen, Stimmen und Einschätzungen sind die Grundlage dafür.

Was dich erwartet:

  • Einschätzungen aus der Geschäftsstelle zur Regierungsbildung – mit Fokus auf unsere eingebrachten Forderungen 
  • Break-Out-Sessions in den Fachausschüssen – Raum für Austausch & Positionierung
  • Blitzlichter aus den Gruppen und ein starkes kollektives Stimmungsbild
  • Ergebnisdokumentation für unsere weitere politische Arbeit

Eine gute Gelegenheit, sich einzubringen, mitzugestalten und die Arbeit der Fachausschüsse kennenzulernen!

Bitte meldet euch bei Interesse bis 2.7.25 per E-Mail bei Lan Rommel von der Geschäftsstelle an.

Community Update am 30.6.25: Neues aus der Geschäftsstelle

BKMO – Community Update

30.6.25, 17-19 Uhr per Zoom Videocall

Neues aus der Geschäftsstelle 

Wen aus der Bundesregierung sprechen wir gezielt an? Welche neuen Formate erwarten uns auf der nächsten BKMO Konferenz? Und wie hilft uns ein neuer Expert*innenausschuss auf die politische Arbeit künftig noch kritischer einzuwirken? 

Und vor allem: Wie schaffen wir es als Geschäftsstelle, die Perspektiven, Bedarfe und Wünsche von euch bestmöglich einzuholen und nach außen zu tragen? Wie können wir in Zukunft eure Mitwirkung wieder besser gestalten? 

In einem gemeinsamen Videocall laden wir alle Mitglieder der BKMO zu einem Update aus der Geschäftsstelle ein. Wir stellen unsere Gedanken für dieses Jahr vor, aber auch die neuen Gesichter hinter all den Vorhaben. 

Das digitale Get Together ist der Auftakt von einer Reihe von Gesprächen, in denen wir künftig öfter mit den Mitgliedern in Austausch kommen. Wir wollen Erfahrungen teilen und schauen, wie wir allen die Möglichkeit geben sich in Zukunft noch besser einzubringen. Wir freuen uns auf euch!

Bitte meldet euch bei Interesse bis 25.6.25 per E-Mail bei Lan Rommel von der Geschäftsstelle an.

Unsere Stellungnahme: BMI Referentenentwurf zum Staatsangehörigkeitsgesetzes

Berlin, 26.05.2025

Stellungnahme der Bundeskonferenz der Migrant*innenorganisationen zum Referentenentwurf des Bundesministeriums des Innern „Entwurf eines Sechsten Gesetzes zur Änderung des Staatsangehörigkeitsgesetzes“

Die Bundeskonferenz der Migrant*innenorganisationen (BKMO) bedankt sich im Namen ihrer Mitglieder für die Gelegenheit, zum Referentenentwurf des Bundesministeriums des Innern „Entwurf eines Sechsten Gesetzes zur Änderung des Staatsangehörigkeitsgesetzes“ (im Folgenden: Referentenentwurf, RefE) Stellung zu nehmen. Aufgrund der sehr kurzen Frist von lediglich zwei Werktagen war es leider nicht möglich, eine umfassende Beteiligung aller Mitgliedsorganisationen sicherzustellen.

Die BKMO repräsentiert die vielfältige Lebensrealität der rund 25 Millionen Menschen mit Migrationsbiografie in Deutschland. Über 14 Millionen von ihnen besitzen keine deutsche Staatsangehörigkeit; rund 11 Millionen befinden sich im wahlfähigen Alter. Zum Vergleich: Ende 2024 waren etwa 59,2 Millionen Deutsche wahlberechtigt. Seit Jahren stagniert die Einbürgerungsquote auf einem niedrigen Niveau (im Jahr 2023 3,62 Prozent). Dies führt zu einem eklatanten demokratischen Defizit: Millionen dauerhaft hier lebender Menschen, die Steuern zahlen, dem Recht unterliegen und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, bleiben von politischer Mitbestimmung weitgehend ausgeschlossen. Die Förderung von Einbürgerung ist daher kein rein verwaltungstechnischer Akt, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Sie stärkt den sozialen Zusammenhalt und ermöglicht gleichberechtigte Teilhabe an politischen Entscheidungsprozessen. Gerade im Kontext zunehmender rechtsterroristischer Gewalt und rassistischer Diskriminierung ist die politische Partizipation betroffener Gruppen – etwa durch das Wahlrecht oder das aktive Bekleiden politischer Ämter – ein unverzichtbares Fundament einer wehrhaften und inklusiven Demokratie.

Damit gesellschaftliche und politische Teilhabe von Menschen mit Migrationsbiografie nachhaltig gefördert werden kann, ist eine zeitgemäße Weiterentwicklung des Staatsangehörigkeitsrechts unerlässlich. Das Gesetz zur Modernisierung des Staatsangehörigkeitsrechts (StARModG) vom 22. März 2024 stellte in dieser Hinsicht einen bedeutenden Fortschritt dar. Besonders die Anerkennung von Mehrstaatigkeit sowie die Verkürzung der regulären Voraufenthaltszeiten sind zentrale Schritte hin zu einem Einbürgerungsrecht, das der Realität einer postmigrantischen Gesellschaft gerecht wird.

Vor diesem Hintergrund lehnt die BKMO die im Referentenentwurf vorgesehene Streichung von § 10 Absatz 3 StAG entschieden ab – diese Regelung ermöglicht eine weitergehende Verkürzung der Voraufenthaltszeit auf bis zu drei Jahre bei Nachweis besonderer Integrationsleistungen und ist ein wichtiges Instrument zur Anerkennung individuellen Engagements.

Die Begründung des RefE, wonach eine gewisse zeitliche Dauer Voraussetzung für eine „nachhaltige Integration in die hiesigen Lebensverhältnisse“ sei, verkennt die Individualität von Integrationsprozessen. Gerade die Möglichkeit der vorzeitigen Einbürgerung würdigt herausragende Integrationsleistungen und wirkt motivierend. Es ist weder sachgerecht noch zeitgemäß, engagierte Einbürgerungswillige durch starre Fristen auszubremsen. Angesichts zunehmender globaler Mobilität und zirkulärer Migration sowie des internationalen Wettbewerbs um Fach- und Arbeitskräfte sollte Deutschland vielmehr gezielt auf positive Anreize wie beschleunigte Einbürgerungsverfahren setzen.

Zur weiteren Verbesserung des Einbürgerungsrechts verweist die BKMO ergänzend auf ihre Stellungnahme zum Referentenentwurf des Bundesministeriums des Innern und für Heimat „Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung des Staatsangehörigkeitsrechts“ vom 16. Juni 2023. Besonders die dort ausgeführten Positionen zur Sicherung des Lebensunterhalts, zur Verankerung von Kinderrechten, zur Bekämpfung von Diskriminierung sowie zur Gleichstellung sollten in der weiteren Gesetzgebung Beachtung finden. Zudem weist die BKMO auf die besondere Situation staatenloser Menschen in Deutschland hin und schließt sich den Empfehlungen von Statefree e. V. in deren Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung des Staatsangehörigkeitsrechts vom 5. Dezember 2023 an.

„Wir sind bestürzt“: Dobrindt muss Verantwortung übernehmen für historischen Rechtsbruch

Pressemitteilung – Berlin, 03.06.2025

Mit großer Erschütterung nimmt die Bundeskonferenz der Migrant*innenorganisationen (BKMO) das Handeln Dobrindts zum historischen Rechtsbruch an den deutschen Grenzen war. Die BKMO fordert den Bundesinnenminister auf, sich unverzüglich zu rechtsstaatlichen Verfahren an den Grenzen zu bekennen – und sicherzustellen, dass das individuelle Recht auf Asyl uneingeschränkt gewahrt wird.

„Wir sind bestürzt“, betont Mamad Mohamad, Co-Vorsitzender der BKMO. „Die Anordnungen sind nicht nur politisch wie moralisch höchst bedenklich, sondern auch ein historischer Rechtsbruch. Trotz rechtlicher Bedenken hat der Bundesinnenminister willentlich systematische Abweisungen Schutzsuchender an den deutschen Grenzen unterstützt und damit humanitäres Recht ignoriert.

Als BKMO setzen wir uns seit Jahren für die Rechte von Geflüchteten, den Zugang zu fairen Asylverfahren und letztlich für die Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien ein. Wir fordern vom Bundesinnenminister eine Rückkehr zum Rechtsstaat und eine verantwortliche Migrationspolitik im Herzen Europas.“

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