Community plus – Beratungsstellen gegen Rassismus

Community basierte Beratung

Schwarzer Kreis mit Beschriftung innen: community plus, Beratungsstellen gegen Rassismus

Kontakt


Sabrina Rahimi

Sabrina Rahimi ist staatlich anerkannte Sozialarbeiterin. Für die Antidiskriminierungsstelle der Landeshauptstadt Hannover hat Sabrina Rahimi ​von Diskriminierungen Betroffene beraten und begleitet. Zwischen 2017 und 2020 war sie Sozialarbeiterin für das Integrationsmanagement für Flüchtlingsunterkünfte der Landeshauptstadt Hannover für die „Integration“ der Menschen mit Fluchtgeschichte tätig.  Dabei hat sie ihren Schwerpunkt auf die rassismussensible Begleitung und Beratung von Geflüchteten gelegt und lehrt seit 2019 als Dozentin an der Hochschule Hannover zu rassismuskritische Soziale Arbeit.  Sabrina Rahimis Erfahrungsschatz und Arbeit ist daher stets eng verbunden mit den Lebensrealitäten von Rassismusbetroffenen als auch aktuellen wissenschaftlichen diskriminierungskritischen Diskursen.

Bei der Arbeitsgemeinschaft Migrantinnen, Migranten und Flüchtlinge in Niedersachsen e.V.  ist sie mit Handlungsforderungen an die Politik und Sicherheitsbehörden herangetreten und engagiert sich seit vielen Jahren für die Interessen von Rassismus- und Antisemitismus Betroffenen.

Sabrina Rahimi hat einen diskriminierungskritischen und intersektionalen Anspruch in ihrer Arbeit und ist der festen Überzeugung, dass rassistisch begründetet Ausschlüsse und hierarchisch/patriarchale Systeme in der Gesellschaft durch Übernahme von Verantwortung seitens der Mehrheitsgesellschaft, einer rassismuskritischen, empowermentorientierten Bildungsarbeit sowie durch Allianzen entgegengewirkt werden können und müssen.

Mehrangiz Saidjonova ist studentische Hilfskraft bei der BKMO und unterstützt bei der Öffentlichkeitsarbeit. Aktuell studiert sie im Master European Studies. Durch ihre Erfahrung beim BAMF als Dolmetscherin hat sie umfassende Einblicke in das Asylverfahren gewonnen und bringt wertvolle interkulturelle sowie sprachliche Kompetenzen in ihre Arbeit ein.

Besonders interessiert sie sich für Migrationspolitik, gesellschaftliche Teilhabe und die Sichtbarkeit migrantischer Perspektiven in der öffentlichen Debatte.

Obentrautstr. 72
10963 Berlin

030 – 896 838 126

In dem Projekt Community plus –Beratungsstellen gegen Rassismus zielt die Bundeskonferenz der Migrant*innenorganisationen darauf ab, exemplarisch Strukturen der communitybasierten Beratung gegen Rassismus in zwei Bundesländern zu entwickeln, aufzubauen und nachhaltig zu verankern. Zwischen 2023 und 2025 sind 6 Beratungsstellen entstanden, die communitybasiert Beratung zu unterschiedlichen Rassismusformen anbieten.

Derzeit befindet sich das Projekt in der zweiten Förderphase (2026-2028). Hier können wir an die erreichten Erfolge anknüpfen und die Community-basierten Beratungsstellen weiter festigen. Dabei werden wir sie im Rahmen einer kontinuierlichen Qualitätsentwicklung begleiten – mit dem Ziel ihre Beratungsschwerpunkte und Strukturen bedarfsgerecht weiterzuentwickeln.

Sie möchten mehr erfahren zu den Potentialen, Bedarfen und Herausforderungen von communitybasierter Beratung? Dann interessieren Sie vielleicht die Erkenntnisse aus unserer Fokusgruppenphase, die vom Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) durchgeführt worden ist.

Kurzpräsentation der BIM-Studie (PDF)   BIM-Studie (PDF)

Ziele auf der Organisationsebene

  • Aufbau von zwei migrantischen Initiativen zu einer regionalen Erst- und Verweisberatung in jeweils 2 Bundesländern
  • Auf- bzw. Ausbau einer Migrant*innenorganisation zu einer eigenständigen Fach- und Beratungsstelle mit koordinierenden Funktionen im Bundesland.

Weitere Ziele

  • Themen-Advocay und gesamtgesellschaftliche Sensibilisierung für institutionelle und alltägliche Formen und Wirkungsweisen von Rassismus.
    Fachliche und regionale Vernetzung der Beratungsstellen
  • Weiterentwicklung bestehender Qualitätsstandards in Bezug auf communitybasierte Beratung
  • Entwicklung einer Strategie zum Transfer von best-practice Beispielen in andere kommunale Kontexte

Wenn Sie Interesse haben an einem (kostenlosen) Leitfaden, der Ihrem Community-Verein dabei helfen kann, die Administration von staatlich geförderten Projekten bestmöglich zu regeln, dann sprechen Sie uns gerne an:

Hintergrund und Motivation

Rassismus wird von Menschen, die nicht negativ betroffen sind, anders wahrgenommen als von Menschen, deren Alltag von der Konfrontation mit Rassismus, Diskriminierungen und Ausschlüssen geprägt ist.

Während unter Rassismus in der breiten Öffentlichkeit aber auch im politischen Diskurs in der Regel intendiertes und individuelles Verhalten, sprich verbale oder körperliche Gewalt verstanden wird, leiden betroffene Menschen weitaus häufiger unter institutionellen Ausschlüssen und der Wirkung von rassistischen Wissensbeständen (etwa in den Medien, im Gesundheits- oder Bildungssystem sowie durch Sicherheitsbehörden).

Das hat umfangreiche Konsequenzen für unser Zusammenleben und den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Allgemeinen.

Mit dem Projekt möchten wir professionelle und communitybasierte Beratungsstrukturen aufbauen, die sich an von Rassismus betroffene Menschen richten. Damit leisten wir nicht nur einen Beitrag, die stark unzureichende Versorgungslage für diese Menschen zu verbessern, sondern befähigen und vernetzen ganze Communites im gesamtgesellschaftlichen Auftrag, den in unserer Verfassung verankerten Schutz vor rassistischer Diskriminierung umzusetzen.

Die im Rahmen von Community plus geförderten Beratungsangebote

Baden-Württemberg

 

Hessen

 

In Kooperation mit

Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, zugleich Beauftragte der Bundesregierung für Antirassismus als Zuwendungsgeberin dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Verfasser die alleinige Verantwortung. Die Beauftragte distanziert sich ausdrücklich von allen Inhalten, die möglicherweise straf- oder haftungsrechtlich relevant sind.