Nach den rechtsextremistischen und rassistischen Anschlägen in Hanau 2019 richtete die damalige Bundesregierung einen Kabinettsausschuss zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus (KabA) und hob damit die Bekämpfung von Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus auf die höchste politische Ebene. Die BKMO richtete daraufhin einen zivilgesellschaftlichen Begleitausschuss aus einschlägigen Expert*innen im Themenfeld ein, der diese Arbeit der Regierung kritisch begleiten sollte.
Mit dem Begleitausschuss, der großartige Arbeit geleistet hat, haben wir im Sommer 2020 die Antirassismus-Agenda 2025 ausgearbeitet. Unsere Stoßrichtung ist dabei, dass es zunächst eine Gesamtstrategie braucht, um im Weiteren dann einzelne Maßnahmen angedockt an die verschiedenen politischen Ressorts umsetzen zu können. Eine Gesamtstrategie, zu der es auch gehört, eine verbindliche Definition von strukturellem und institutionellem Rassismus und rassistischem Handeln nach internationalen Standards festzulegen. Nur so werden die Behörden in der Praxis auch handlungsfähig in der Bekämpfung von Rassismus sein können.
Der KabA der Bundesregierung veröffentlichte im November 2020 einen 89-Punkte-Maßnahmenkatalog. Dessen Umsetzung und Evaluation begleitet die BKMO auch weiterhin – obgleich die Arbeit des Begleitausschusses mit der Veröffentlichung der Antirassismus Agenda abgeschlossen ist.






