Mit unserem Projekt „New Routes – Neue Aufstiegsrouten“ schaffen wir neue partizipative Dialog- und Vernetzungsformate zwischen Migrant*innenorganisationen, migrantischen Wirtschaftsakteuren sowie Politik und Verwaltung. Ermöglicht wird das Vorhaben durch Preisgelder des Welcome Alliance Fund.
Idee
Mit „New Routes – Neue Aufstiegsrouten“ schaffen wir einen Raum, in dem Migrant*innenorganisationen (MOs), migrantische Unternehmensverbände und weitere migrantisch geprägte Wirtschaftsakteure zunächst intern zusammenkommen, um gemeinsame Themen, Forderungen und Lösungsansätze zu entwickeln. Unser Ziel ist es, migrantische Perspektiven auf Arbeitsmarkt, Fachkräftesicherung, Teilhabe und wirtschaftliche Entwicklung sichtbar zu machen und nachhaltig in politische und wirtschaftliche Entscheidungsprozesse einzubringen.
Im Zentrum stehen partizipative Basecamp-Treffen, als Orte der Vernetzung und zur Entwicklung gemeinsamer Positionen. Perspektivisch kann daraus ein „NextGermany Summit“ entstehen, bei dem migrantische Akteur*innen mit Spitzen aus Politik und Behörden in den direkten Dialog treten.
Relevanz und Potentiale
Fachkräftemangel, schleppende Integration in den Arbeitsmarkt und ein ernüchternder Reality-Check zur Attraktivität Deutschlands als Wirtschaftsstandort dominieren die aktuellen Debatten. Gleichzeitig werden diese Themen zunehmend verkürzt und ideologisch aufgeladen, was gesellschaftliche Polarisierung verstärkt und pragmatische sowie faktenbasierte Lösungsansätze erschwert.
Hinzu kommt die prekäre Lage vieler MOs: Unsere Potenziale, Zugänge und Expertisen werden oft nicht ausreichend gehört, während ausbleibende staatliche Förderung die Handlungsspielräume vieler Organisationen zunehmend einschränkt.
Genau hier setzt das Projekt an: Wir stärken migrantische Selbstorganisationen als gesellschaftliche und wirtschaftspolitische Akteur*innen und schaffen neue Kooperationen zwischen Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik. Langfristig können daraus nachhaltige Beteiligungs- und Beratungsstrukturen entstehen – etwa im Bereich community-basierter Arbeitsberatung oder institutionalisierter Dialogformate.
Unser USP
Das Besondere an „New Routes – Neue Aufstiegsrouten“ ist unser konsequent partizipativer und migrantisch geführter Ansatz: Wir als MO gestalten, moderieren und steuern das Projekt selbst. Dadurch brechen wir bestehende Machtasymmetrien auf und bringen migrantische Akteurinnen nicht nur in Beteiligungsprozesse ein, sondern in eine aktive gestaltende Rolle.
Zugleich verbinden wir unterschiedliche Perspektiven aus MOs, Wirtschaft, Gewerkschaften und Politik in einem gemeinsamen Prozess. Statt paralleler Einzelinitiativen bündeln wir bestehende Strukturen und übersetzen sie in konkrete politische und gesellschaftliche Handlungsperspektiven.
Darüber hinaus tragen wir dazu bei, positive Entwicklungen bei der diversityorientierten Öffnung von Unternehmen zu stärken und weiter auszubauen. Unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Hintergründe führen nachweislich zu besseren Entscheidungen. Mit diesem Projekt leisten wir also auch einen Beitrag zur nachhaltigen Stärkung der Anpassungsfähigkeit von Unternehmen sowie vom Wirtschaftsstandort Deutschland insgesamt.







